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Besuch bei der S.E.O in Vianden

 

Wir, die Schüler der Klasse 2GSE, haben am 17. Oktober 2019 eine Besichtigung der Firma SEO in Vianden durchgeführt. Diese Besichtigung ist Teil unseres Fachs «Etudes de Cas (ETCAS)». Wir haben die Firma auf drei verschiedene Aspekte hin untersucht.

Umweltaspekt:

Man muss wissen, dass im Unterbecken Fische leben, weshalb S.E.O auch die Fischerrechte für dieses Becken besitzt. Somit ist es eine logische Konsequenz, dass es vorkommen kann, dass diese Fische mit nach oben gepumpt werden und spätestens beim Ablaufen des Wassers in den Maschinen sterben. Um die Umgebung zu schützen, hat das Unternehmen aber einen Naturpark um die Anlage herum errichtet und um den Eingriff in die Natur so gering wie möglich zu halten, wurde das Oberbecken dem Berg angepasst. Es wurde also nur so gebaut, wie es der Berg zugelassen hat. Um Ressourcen zu schonen, werden die Gebäude der Firma mit der Abhitze der Transformatoren beheizt. Zudem besitzt die S.E.O eine eigene Kläranlage, um das Wasser sauber zu halten. Zusätzlich werden in Karlsruhe regelmäßig die Auswirkungen der Anlage in einem Simulator getestet.

             

Technischer Aspekt:

Das Kraftwerk funktioniert so, dass das Wasser was unten in der Our fließt, in das Oberbecken gepumpt wird. Dort steht das Wasser und wenn Strom benötigt wird, wird es durch Rohre mit einem Durchmesser von 6m mit einer Geschwindigkeit von 80 Meter pro Sekunde hinunter laufen gelassen. Unten im Berg stehen Turbinen, in denen das Wasser durch den Wasserfluss Rotoren in Bewegung setzt. Diese Bewegung treibt einen Generator an, der dann Strom produziert. So kann man also in einer sehr hohen Menge Strom speichern, was im Moment noch nicht durch Akkumulatoren möglich ist. Der überflüssige Strom wird dazu benutzt die Pumpen anzutreiben um das Wasser aus der Our hoch zu pumpen und wenn nicht genügend Energie auf dem Markt ist, wird das Wasser wieder hinunterlaufen gelassen, was wiederum Strom produziert. Man hat einen Verlust von ca. 30 %. Diese Technik ist im Moment und auch in der Zukunft notwendig, weil immer mehr auf erneuerbare Energie gesetzt wird. Diese kann man aber oftmals nicht an- und ausschalten. Man muss also die Energie nehmen, wenn sie kommt. Wenn man nicht will, dass die Energie verloren geht, wenn man sie nicht sofort benötigt, muss man die Technik benutzen, bei der elektrische Energie in potentielle Energie umgewandelt wird. Diese wird gespeichert und nachher wieder in elektrische Energie zurück verwandelt. Erneuerbare Energien gehen also bei dieser Technik Hand in Hand. Ohne dieses Verfahren würde ein Großteil der Energie verloren gehen.

Ökonomischer Aspekt:

Neben Eigenkapital wurde das Pumpspeicherkraftwerk Vianden mit Geldern diverser Luxemburger Institute, der Europäischen Investitionsbank, der Kreditanstalt für Wiederaufbau sowie der Schweizer Finelectra finanziert. Daneben wurden Obligationsanleihen in Luxemburg und in der Schweiz aufgenommen.

Die SEO, Betreiber des Pumpspeicherkraftwerks Vianden, hat das Kraftwerk durch eine zusätzliche 11. Maschine erweitert. Mit dieser 11. Maschine kann die SEO dem zunehmenden Bedarf an flexibler, schnell einsetzbarer Kraftwerksleistung wesentlich besser und zuverlässiger nachkommen. Die Maschinen werden alle 10 bis 15 Jahre einer Generalrevision unterzogen. Kurzrevisionen bzw. Kontrollen finden alle 2 bis 3 Jahre statt und sind ziemlich teuer.

Das Kraftwerk wurde wegen der günstigen topografischen Lage inmitten der Industriegebiete Nordwesteuropas, der hervorragenden geologischen Voraussetzungen und der geringen Bevölkerungsdichte im Ourtal angesiedelt.

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